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Ask und Embla
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
top
Ask und Embla (altnordisch Askr ok Embla) heiĂen in der nordischen Mythologie die beiden ersten Menschen. Drei Götter, unter ihnen Odin, der oberste Gott, schufen sie aus dem Holz zweier BaumstĂ€mme, die sie am Meeresstrand fanden.
Die Entstehung des Menschen (Anthropogonie) ist der Schlusspunkt der nordischen Schöpfungsgeschichte. In diesem Mythos sind offenbar verschiedene Ăberlieferungen aufgegangen.cite-ref-sim-24-1-0[1] Die Ă€ltesten von ihnen handeln von der Herkunft des Menschen vom Baum und vielleicht vom Erwerb des Feuers.
Contents
âą Quellen
âą Lieder-Edda
âą Prosa-Edda
âą Rezeption
⹠Die Schöpfer
âą Siehe auch
âą Literatur
âą Einzelnachweise
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
Quellen
Die altnordische Literatur ĂŒberliefert den Mythos von Ask und Embla in zwei Ă€hnlichen, aber unterschiedlichen Fassungen,cite-ref-hult-254-2-0[2] zum einen durch die VöluspĂĄ, ein Lied der Lieder-Edda, das vielleicht im 10. oder 11. Jahrhundert entstand und in Abschriften des 13. Jahrhunderts vorliegt, und zum anderen durch die Prosa-Edda, die Snorri Sturluson im 13. Jahrhundert verfasste.
Lieder-Edda
âUnz ĂŸrĂr qvĂłmo Ăłr ĂŸvĂ liði,
Ç«flgir oc ĂĄstgir, ĂŠsir, at hĂșsi;
fundo ĂĄ landi, lĂtt megandi,
Asc oc Emblo, Þrlǫglausa.
Ç«nd ĂŸau nĂ© ĂĄtto, óð ĂŸau nĂ© hÇ«fðo,
lå né lÊti né lito góða;
Ç«nd gaf Ăðinn, óð gaf HĆnir,
lĂĄ gaf Lóðurr oc lito góða.âcite-ref-3[3]
âSchlieĂlich kamen drei aus dieser Schar,
mÀchtige und wohlgesinnte Asen zum Haus,
sie fanden am Strand, kaum Kraft habend,
Ask und Embla, schicksalslos.
Seele besaĂen sie nicht, Vernunft hatten sie nicht,
weder Blut noch Bewegung noch gute Farbe;
â VöluspĂĄ 17-18
Drei Asen, das sind Götter, finden Ask und Embla ĂĄ landi, am Land. Darunter versteht man in Anlehnung an die Prosa-Edda zumeist den Strand des Meeres.cite-ref-5[5] Aus welchem Stoff sie sind, wird nicht erwĂ€hnt, doch weist der Name Askr darauf hin, dass sie aus Holz sind, da sein Name âEscheâ bedeutet. Noch sind die beiden keine Menschen, sondern Pflanzen. Offensichtlich stammen sie aus dem Meer und wurden an den Strand gespĂŒlt.
Das Meerwasser ist das ehemalige Blut des Riesen Ymir, aus dessen Körperteilen die Götter die Welt bauten.cite-ref-6[6] Auch bei der Erschaffung der Zwerge, die kurz vor den Menschen entstanden, spielt das Meerwasser eine Rolle. Es heiĂt, dass sie zu einem Teil aus Ymirs Blute gebildet wurden. Doch ihr anderer Teil kommt nicht vom Holz, wie bei den Menschen, sondern vom Stein.cite-ref-7[7]
Was Ask und Embla aber noch vom Menschsein trennt, ist der Mangel bestimmter Eigenschaften. Die VöluspĂĄ zĂ€hlt insgesamt sieben Merkmale auf, wobei die ersten beiden ĂŒbergeordneter Natur zu sein scheinen, die durch die folgenden fĂŒnf nĂ€her bestimmt werden. Somit fehlt es Ask und Embla an Lebenskraft und Lebensbestimmung, denn in ihrer pflanzlichen Vorform sind sie noch lĂtt megandi âwenig krĂ€ftigâ und ĂžrlÇ«glausa âohne Schicksalâ.
| Nr. | Was Ask und Embla fehlte | Was die Götter gaben | Welcher Gott | Ăbersetzung |
|---|---|---|---|---|
| 1 | megin | â | | Kraft, Macht |
| 2 | örlög | â | | Schicksal |
| 3 | önd | önd | Odin | Atem, Leben, Seele |
| 4 | odr | odr | Hönir | Wut, Raserei, Erregtheit, Dichtung â Geist, Verstand, Seele? |
| 5 | la | la | Lodur | LebenswÀrme?, Blut? |
| 6 | lĂ€ti | â | | Stimme? / Bewegung? |
| 7 | lito goda | lito goda | Lodur | gute Farbe â gutes Aussehen? / göttliches Aussehen? [ 8 ] |
Die Ăbersetzungen dieser Stelle der VöluspĂĄ stehen vor der unlösbaren Aufgabe, mehrere vieldeutige oder unklare Begriffe mit jeweils einem deutschen Wort ĂŒbersetzen zu mĂŒssen, ohne dass der Inhalt des nordischen Quellentextes dabei genau wiedergegeben werden kann.
âą Hönir gibt den beiden den óðr, das bedeutet âWut, Raserei, Erregtheitâ, aber auch âDichtungâ. Da das damalige VerstĂ€ndnis von Wut nicht nur den Zorn, sondern auch ekstatische ZustĂ€nde mit einschloss, wird óðr an dieser Stelle treffender mit Geist ĂŒbersetzt.cite-ref-10[10] (Geist bedeutet ursprĂŒnglich ebenso âErregungâ.cite-ref-11[11]) Je nachdem, wie man den Dichter verstehen möchte, kann man darin den mentalen Geist (den Verstand, den mind) oder den wesenhaften Geist (den spirit) sehen. Nach der christlichen Definition ist die Seele der Geist, der sich mit einem Körper verbunden hat, somit kann man óðr hier auch mit âSeeleâ ĂŒbersetzencite-ref-12[12].
âą Der dritte Gott ist der ansonsten unbekannte Lodur, der von einigen Forschern mit Loki gleichgesetzt wird. Er verleiht Ask und Embla grobstoffliche, menschliche Merkmale. Zum einen die lĂĄ, was man vielleicht mit âBlutâ oder âLebenswĂ€rmeâ ĂŒbersetzen kann.cite-ref-sim-24-1-1[1]cite-ref-hult-253-8-1[8] Blut ist wie der Atem oder der Geist ein weiterer TrĂ€ger von Lebenskraft. Zum anderen gibt Lodur den beiden lito góða, wörtlich âdie gute Farbeâ. Das deutet man ĂŒberwiegend als gutes Aussehen, das heiĂt menschliches Aussehen. Eine Minderheitenmeinung in der Forschung liest im Urtext lito goða, das âgöttliche Aussehenâ.cite-ref-13[13] Das hieĂe, dass Lodur die beiden so formte, dass sie wie die Götter aussahen.
Wie Ask und Embla jedoch zu ihrem Schicksal kommen, erklĂ€rt die VöluspĂĄ nicht ausdrĂŒcklich. Entweder wird es zeitgleich durch den Schöpfungsakt miterzeugt, oder es wird ihnen von den drei Nornen verliehen (siehe unten).
Prosa-Edda
â[âŠ] ok hvaðan kĂłmu mennirnir ĂŸeir er heim byggja? â [âŠ] ĂĂĄ er ĂŸeir gengu með sĂŠvarströndu Borssynir, fundu ĂŸeir trĂ© tvau ok tĂłku upp trĂ©n ok sköpuðu af menn. Gaf inn fyrsti önd ok lĂf, annarr vit ok hrĂŠring, ĂŸriði ĂĄsjĂłnu, mĂĄl ok heyrn ok sjĂłn, gĂĄfu ĂŸeim klÊði ok nöfn. HĂ©t karlmaðrinn Askr en konan Embla, ok Ăłlst ĂŸaðan af mannkindin, sĂș er byggðin var gefinn undir Miðgarði.âcite-ref-prosa-9-14-0[14]
âAber woher kamen die Menschen, die die Welt besiedeln? â [âŠ] Als die Söhne Borrs am Meeresstrand entlangliefen, fanden sie zwei BaumstĂ€mme. Die hoben sie auf und erschufen daraus die Menschen. Der erste gab ihnen Seele und Leben, der zweite Verstand und BewegungsfĂ€higkeit, der dritte Ă€uĂere Gestalt, Sprechvermögen, Gehör und die FĂ€higkeit zu sehen. Sie gaben ihnen Kleider und Namen; der Mann hieĂ Ask, die Frau Embla, und aus ihnen ging das Menschengeschlecht hervor, dem Midgard zur Heimat gegeben wurde.âcite-ref-arnulf-krause-1997-15-0[15]
â SNORRI STURLUSON: Prosa-Edda: Gylfaginning 9
Nach der Prosa-Edda finden die Götter ausdrĂŒcklich am Strand des Meeres zwei namenlose trĂ©, das sind âBaumstĂ€mme oder Hölzerâ. Der Schöpfungsvorgang entspricht bei den ersten beiden Göttern in etwa dem der VöluspĂĄ, bei den Gaben des dritten Gottes betont die Prosa-Edda jedoch stĂ€rker die materiellen Merkmale in Form von Gestalt, Wahrnehmung und AusdrucksfĂ€higkeit. Nicht aus der VöluspĂĄ stammt die Vergabe der Kleider an die Menschen. Sie muss aber keine Erfindung Snorri Sturlusons darstellen, wie diese Stelle des HĂĄvamĂĄl zeigt, die ein Widerhall einer Stelle im Schöpfungsmythos sein könnte, die untergegangen ist:
âVåðir mĂnar gaf ec velli at
tveim trĂ©mÇ«nnom; [âŠ]âcite-ref-16[16]
âMeine Kleider gab ich [Odin] auf dem Feld
zwei HolzmĂ€nnern; [âŠ]âcite-ref-krause-4-1[4]
â HĂĄvamĂĄl 49
Erst nachdem die beiden Hölzer mit allem versehen sind, um Menschen zu sein, erhalten sie ihre Namen. Diese Reihenfolge wird vergleichbar auch in der VöluspĂĄ bei der Einrichtung der Welt beschrieben. Da das Merkmal Schicksalslosigkeit in der Prosa-Edda fehlt und die Götter Ask und Embla ausdrĂŒcklich die Mittelwelt zur Heimat geben, wird die Schöpfermacht der Götter insgesamt stĂ€rker betont.
Rezeption
Menschen aus BĂ€umen
Mythen, nach denen der Mensch aus dem Baum hervorging, sind ĂŒber die ganze Welt verbreitet. Sie werden in Amerika, Australien und Indonesien erzĂ€hlt und insbesondere unter den indogermanischen Völkern wie den Germanen, Griechen, Iranern und Indern.cite-ref-18[18]
In der nordischen Literatur findet sich die urtĂŒmliche Beziehung zwischen Mensch und Baum nicht nur im Mythos von Ask und Embla, sondern auch allgemein in der Dichtersprache, in der der Mensch oft als Baum umschrieben wurde.cite-ref-hult-254-2-1[2] Snorri Sturlusons Lehrbuch Die Sprache der Dichtkunst verdeutlicht dies:
âAf ĂŸessum heitum hafa skĂĄldin kallat manninn ask eða hlyn, lund eða öðrum viðarheitum karlkenndum [âŠ]
Fyrir ĂŸvĂ er kona kölluð til kenningar öllum kvenkenndum viðarheitum.âcite-ref-prosa-9-14-1[14]
âDie Skalden [haben] den Mann Esche oder Ahorn genannt, ebenso Hain oder mit einem anderen mĂ€nnlichen Baumnamen [âŠ]
â SNORRI STURLUSON: Prosa-Edda: Die Sprache der Dichtkunst 31
Zum germanischen Vorstellungskomplex Mensch-und-Baum gehören auch Sagen und BrĂ€uche, die aus mehreren deutschen Landstrichen seit dem Mittelalter ĂŒberliefert sind. Demnach kommen in bestimmten Gegenden Tirols und der Schweiz die Kinder aus den BĂ€umen.cite-ref-19[19] GröĂere Verbreitung hat der Brauch, einem Neugeborenen einen Baum zu pflanzen, womit beider Schicksale so miteinander verknĂŒpft werden, dass man sagen kann: Stirbt der Baum, stirbt der Mensch.cite-ref-20[20]
Ein Merkmal, das den Menschen vom Tier unterscheidet, ist der aufrechte Gang. Sein aufrechter Körper gleicht dem aufrecht wachsenden Stamm der BÀume, und somit verbindet er wie der Baum die Welten der Unterwelt und der Himmelswelt. Der Laubbaum ist zudem ein Bild der VerÀnderung menschlichen Lebens. Doch insbesondere der Geburtsbaum zeigt auf, dass zwischen Baum und Mensch eine magische, sympathetische Beziehung besteht, auf der Grundlage eines animistischen Weltbildes. Mitunter wurde die germanische Beziehung zwischen Mensch und Baum, wie sie im nordischen Mythos von Ask und Embla zum Ausdruck kommt, als Totemismus eingestuft.cite-ref-21[21]
Das erste Menschenpaar
Ask und Embla sind nicht nur die ersten Menschen, sondern sie bilden zugleich auch das erste Menschenpaar, von dem nach Snorri Sturluson alle Menschen abstammen. Dass Ask mÀnnlichen und Embla weiblichen Geschlechts ist, ergibt sich dabei ebenso nur aus der Prosa-Edda.
Die Ă€ltere Forschung sah in dem Paar Ask und Embla noch die nordischen Abbilder von Adam und Eva. Das lag nicht nur an der Gemeinsamkeit, dass beide Paare mit denselben Anfangsbuchstaben beginnen,cite-ref-22[22] sondern auch daran, dass beide durch eine Dreiheit belebt werden, denn nach der mittelalterlichen Auslegung der biblischen Schöpfungssage war die TrinitĂ€t fĂŒr die Beseelung der ersten Menschen verantwortlich.cite-ref-23[23] Darin sieht man jedoch heute eher einen interessanten Zufall als ursĂ€chliche ZusammenhĂ€nge.cite-ref-24[24]
Die heutige Forschung geht bei Ask und Embla entweder von einem indogermanischen Mythos aus oder von einer sekundĂ€ren Ăberlieferung der nordischen Mythologie, die durch vorderasiatische Mythen beeinflusst wurdecite-ref-25[25]. In der iranischen Mythologie wĂ€chst eine Rhabarberpflanze aus der Erde, deren Stiel Meschia und Meschianecite-ref-26[26] âSterblicher und Sterblicheâ bilden, die so miteinander verwachsen sind, dass ihre Arme hinten auf den Schultern des anderen ruhen. Ahura Mazda, der Lichtgott, schenkt ihnen, nachdem sie menschliche Gestalt angenommen haben, den Atem und beseelt sie dadurch.cite-ref-27[27] Offensichtlich stammt der Rhabarber aus einer spĂ€ten Ăberlieferungsschicht und ersetzte eine nicht mehr bestimmbare Baumart, denn die alten Schriften beschreiben die Pflanze von Meschia und Meschiane noch als Baum, stellenweise sogar ausdrĂŒcklich.cite-ref-28[28]
Ask
Ask, altnordisch Askr geht zurĂŒck auf altnordisch askr, das âEscheâ bedeutet.
altnordisch askr âEscheâ < germanisch *askaz âEscheâ < indogermanisch *osk- âEscheâ.
Der Name gehörte wahrscheinlich schon in urgermanischer Zeitcite-ref-29[29] einem mythischen Stammvater. WĂ€hrend Askr in der westnordischen Mythologie Stammvater der Menschen ist, gilt der halblegendĂ€re Ăsc âEscheâ als Stammvater des angelsĂ€chsischen Königshauses von Kent.cite-ref-jv322-30-0[30] In der Ă€lteren Forschung ging man noch davon aus, dass auch der Name des sagenhaften ersten Königs der Sachsen, Aschanes (latinisiert Askanius) âEscheâ bedeute.cite-ref-31[31] Nach einer deutschen Sage wuchsen der König und sein Volk aus einem Steinfelsen im Harz, der sich im Wald bei einer Quelle befand.cite-ref-32[32] Inzwischen fĂŒhrt man den Namen aber auf Ascanius zurĂŒck, den Sohn des trojanischen Helden Aeneas.
Denkbar ist, dass die Beziehung Mann-als-Esche noch aus indogermanischer Zeit herrĂŒhrt, da es auch vergleichbare Mythen bei den alten Griechen gibt. In der Forschung wird hierbei insbesondere der von Hesiod ĂŒberlieferte Mythos hervorgehoben, wonach der Mensch des eisernen Zeitalters aus der ÎŒÎ”Î»ÎŻÎ± (melia) âEscheâ entstand.cite-ref-33[33] Im Mythos vom Feuerraub gebraucht wiederum Hesiod das Wort melioi fĂŒr âMenschenâ, das die mĂ€nnliche Form von meliai ist, womit die Eschennymphen bezeichnet werden.cite-ref-34[34] Die melioi sind somit âdie MĂ€nner, die zu den Eschennymphen gehörenâ.cite-ref-35[35]
Interessanterweise gibt es in der Völuspå eine Verbindung zwischen dem Weltenbaum Yggdrasil und Ask, denn beide teilen miteinander die Eschennatur. Zu ZusammenhÀngen siehe weiter unten.
Embla
Im Gegensatz zu Ask konnte Embla, altnordisch Embla, bislang nicht ĂŒberzeugend gedeutet werden.cite-ref-36[36] Trotz vieler BemĂŒhungen ist nicht gelungen, den Namen schlĂŒssig aus der altnordischen oder einer Ă€lteren Sprachstufe abzuleiten, worin man einen Hinweis auf ein sehr hohes Alter des Namens sehen kann.cite-ref-37[37]
Die beiden gÀngigen Deutungen, die bisher in der Forschung den meisten Anklang gefunden haben, gehen beide von der Vermutung aus, dass Embla sich wie Ask von einem Baumnamen ableite.
altnordisch *Elmla < altnordisch *Almilon < altnordisch almr âUlmeâ < germanisch *elmaz âUlmeâ < indogermanisch *elem âUlmeâ < indogermanisch *el- â(rötlich, brĂ€unlich) glĂ€nzendâ.cite-ref-39[39]
Die andere Deutung ĂŒbersetzt Embla mit âSchlingpflanzeâ (Hans Sperber).cite-ref-40[40]
griechisch ÎŹÎŒÏÎ”Î»ÎżÏ (ampelos) âRebe, Schlingpflanzeâ < germanisch *ambilo âRanke, Rebe, Schlingpflanzeâ > altnordisch Emblacite-ref-41[41]
Beide Deutungen kranken daran, dass sie auf Sprachakrobatik fuĂen. Dennoch liebĂ€ugelt ein Gutteil der Forschung mit Sperbers Deutung, da sie eine BrĂŒcke zu einem indogermanischen Mythos schlĂ€gt, wonach das Feuermachen mit Holzstab und Holzbrett als Liebemachen angesehen wurde.cite-ref-jv322-30-1[30]cite-ref-42[42] Dabei handelt es sich vielleicht um einen Mythos, der die Menschwerdung durch den Erwerb des Feuers ausdrĂŒckt. Das Holz der Schlingpflanze wĂŒrde sich als weiches und leicht entzĂŒndbares Holz tatsĂ€chlich eignen, doch gibt es bislang noch keinen Beleg, dass dabei Eschenholz als Bohrer genutzt wurde.cite-ref-hult-59-43-0[43]
Jedoch muss Embla nicht zwingend auf einen Baumnamen zurĂŒckgehen.cite-ref-golther-628-44-0[44] Es gibt in den Mythen der Völker keine Regel, die besagt, dass der Name des ersten Menschen Auskunft darĂŒber gibt, aus welchem Stoff er geschaffen wurde.cite-ref-hult-59-43-1[43] Noch in jĂŒngerer Zeit wurden neue Deutungswege beschritten. So wurde Embla zum Beispiel mit âGefĂ€hrtinâ ĂŒbersetzt.cite-ref-45[45] Eine andere Deutung betont den Mythos des Feuermachens und versteht Embla als âVaginaâ und Askr als âSchwertâ (Henning Kure).cite-ref-hult-59-43-2[43] Auch sieht man nach einer anderen Meinung in den beiden Namen mikrokosmische Entsprechungen des Makrokosmos, die der Baum Yggdrasil und die Schicksalsquelle vertreten. In diesem Zusammenhang wird Embla als Entsprechung der Quelle verstanden und ihr Name als âWassertopfâ gedeutet (Karl G. Johannson).cite-ref-hult-59-43-3[43]
Gab es verschiedene Menschwerdungsstufen?
Ăblicherweise liest man die VöluspĂĄ so, dass der Mensch in einem einzigen Schöpfungsakt geschaffen wurde. Doch sicher ist das nicht. In der VöluspĂĄ gibt es rund um die Erschaffung des Menschen zwei unklare Textstellen, die es möglich machen, dass es vielleicht zweier oder sogar dreier Schöpfungsakte bedurfte, bis der Mensch zum Menschen wurde.
Nach Meinung einiger Wissenschaftler fertigten die Zwerge die (hölzernen) Vorformen der Menschen an, die dann schlieĂlich durch die Götter zum Leben erweckt wurden.cite-ref-golther-628-44-1[44]cite-ref-46[46]cite-ref-47[47] Die betreffende Textstelle findet sich bei der Erschaffung der Zwerge, die noch vor den Menschen entstanden.
âĂar var MĂłtsognir mĂŠztr um orðinn
dverga allra, enn Durinn annarr;
ĂŸeir manlĂcon mÇ«rg um gorðo,
dvergar, Ăłr iorðo [Ă iorðu], sem Durinn sagði.âcite-ref-48[48]
âDa war Modsognir von allen Zwergen
der trefflichste geworden, und Durin der zweite;
viele Menschengestalten schufen sie,
Zwerge aus Erde [bzw.: in der Erde], wie Durin sagte.âcite-ref-krause-4-2[4]
â VöluspĂĄ 10
Nach dieser Meinung bezieht sich altnordisch manlikon âMenschengestaltenâ auf die Menschwerdung und nicht auf die Zwergenwerdung. Mit der Folge: Modsognir und Durin fertigen Menschenformen an. Da es aber im Kontext um die Zwergenschöpfung geht, dĂŒrfte mit manlikon wohl eher ausgedrĂŒckt werden, dass die Götter (oder die ersten beiden Zwerge) Zwerge in Menschengestalt schufen.
Einzelne Forscher entnehmen der VöluspĂĄ noch einen anderen Schöpfungsakt, nĂ€mlich die Zuweisung eines Schicksals.cite-ref-49[49]cite-ref-50[50] Denn als die Götter Ask und Embla fanden, waren diese noch örlöglausa âschicksalslosâ. Dementsprechend könnte auch die Verleihung des Schicksals zur Menschwerdung gehören. DafĂŒr waren in der nordischen Mythologie aber nicht die Götter, sondern die Nornen zustĂ€ndig, wie sich aus dieser VöluspĂĄ-Strophe ergibt, die nur zwei Strophen nach der Entstehung des Menschen folgt:
âĂaðan koma meyiar, margs vitandi,
ĂŸriĂĄr, Ăłr ĂŸeim sĂŠ, er und ĂŸolli stendr;
Urð héto eina, aðra Verðandi
- scĂĄro ĂĄ scĂði -, Sculd ina ĂŸriðio;
ĂŸĂŠr lÇ«g lÇ«gðo, ĂŸĂŠr lĂf kuro
alda bornom, ĂžrlÇ«g seggia.âcite-ref-51[51]
âVon dort [Yggdrasil] kommen MĂ€dchen, viel wissende,
drei aus dem Wasser, das unterm Baum liegt;
- sie ritzten ins Holz -, Skuld die dritte;
sie legten Bestimmungen fest, sie wÀhlten das Leben
den Menschenkindern, das Schicksal der MĂ€nner.âcite-ref-krause-4-3[4]
â VöluspĂĄ 20
Gegen dieses VerstĂ€ndnis wird eingewendet, dass die besagte VöluspĂĄ-Strophe nur eine Analogie wiedergebe, die sich streng genommen nur auf alle alda bornom âgeborenen Menschenkinderâ und nicht auf die geschaffenen Menschen bezieht.cite-ref-52[52]
Was die alten Texte ursprĂŒnglich wirklich meinten, lĂ€sst sich nicht mehr feststellen. Welcher Meinung man auch folgt, letztlich bleibt die Erschaffung des Menschen im Wesentlichen immer das Werk der Götter. Die verschiedenen in der Forschung diskutierten Möglichkeiten fasst die folgende Tabelle zusammen.
| Schritt | Handelnde Macht | TÀtigkeit | Kontext | Völuspå-Strophe |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Zwerge | Anfertigung der Menschenformen | Erschaffung der Zwerge | 10 |
| 2 | Götter | Belebung der Menschen | Erschaffung des Menschen | 17 f. |
| 3 | Nornen | Festlegung der Menschenschicksale | Die Nornen am Weltenbaum | 20 |
Die Schöpfer
Verschiedene Götterdreiheiten
| Gesamtheit | Gott 1 | Gott 2 | Gott 3 | Quelle |
|---|---|---|---|---|
| â | Oðin | HĆnir | Loðurr | VöluspĂĄ |
| Borrs Söhne | (Oðin) | (Vili) | (Vé) | Prosa-Edda |
Der Widerspruch der beiden Quellen kann nur dadurch erklĂ€rt werden, dass Snorri Sturluson in der Prosa-Edda entweder eine andere Ăberlieferung wiedergab (Eugen Mogk) oder die Götterdreiheit der VöluspĂĄ durch eine andere ersetzte (Sigurdur Nordal).
FĂŒr zwei getrennte Ăberlieferungen spricht, dass beide Götterdreiheiten alt sind. Die Dreiheit Odin, Vili und Ve geht auf den alten Stabreim Wodanaz, Wiliaz und We zurĂŒck, der bereits aus urgermanischer Zeit stammt. Aber auch Hönir und Lodur mĂŒssen alte Götternamen sein, weil ihre Mythen im Mittelalter, als die VöluspĂĄ niedergeschrieben wurde, bereits verblasst oder vergessen waren.cite-ref-jv322-30-2[30]
FĂŒr einen willkĂŒrlichen Austausch der Götterdreiheiten spricht der ErzĂ€hlzusammenhang der Prosa-Edda.cite-ref-53[53] In der VöluspĂĄ handelt vor der Götterdreiheit Odin, Hönir und Lodur bereits eine andere Gesamtheit von Göttern, nĂ€mlich die Schöpfer der Welt, also Burrs Söhne. Aus dem Lied Hyndlulióð ergibt sich, dass einer dieser Söhne Odin ist. Seine BrĂŒder waren nach der Lokasenna Odin, Vili und Ve. Snorri Sturluson tat vielleicht nichts anderes, als der Logik dieser Götterlieder, die ihm vorlagen, zu folgen, und ersetzte möglicherweise die Götterdreiheit Odin, Hönir, Lodur durch Odin, Vili und Ve. Ein Motiv ergibt sich aus dem Bestreben, die Schöpfungsgeschichte zu harmonisieren. Folgt man dieser Ansicht, wĂ€re die Fassung der VöluspĂĄ die Ă€ltere.cite-ref-jv322-30-3[30]
Das Problem mit Hönir und Lodur
Viele Forscher rĂ€tseln darĂŒber, dass ausgerechnet Hönir den Menschen den Geist gab, da ihn die Ynglinga saga als entscheidungsschwach und nicht sehr geistesstark beschreibt.cite-ref-jv322-30-5[30] Ansonsten tritt der Gott in den Mythen sehr passiv in Erscheinung, meist jedoch in herausgehobener Stellung. Unzweifelhaft kommt ihm eine groĂe Bedeutung fĂŒr die Weltschöpfung zu, da er nach den Ragnarök ein besonderes priesterlich-kultisches Amt im Zusammenhang mit dem Wiederkommen der Erde ausĂŒbt.cite-ref-55[55]
Lodur hingegen ist eine gĂ€nzlich unbekannte Gottheit. Sie tritt nur in der Trias OdinâHönirâLodur und in der Bezeichnung Odins als Lodurs Freund auf. Jedoch wird in der nordischen Literatur eine Götterdreiheit OdinâHönirâLoki mehrmals erwĂ€hnt, deren Ăhnlichkeit einen Teil der Forschung dazu bewegt, Lodur mit Loki gleichzusetzen.cite-ref-56[56] Ebenso wie bei Hönir tut man sich in der Forschung aber schwer, dem zwiespĂ€ltigen Loki eine gewichtige Rolle bei der Menschwerdung zugestehen zu wollen.cite-ref-57[57] Ein Zusammenhang könnte darin bestehen, dass Loki eine Trickster-Rolle unter den Göttern ausfĂŒllt, die zum StammgerĂŒst der indogermanischen Mythenwelt gehört.cite-ref-58[58] So könnte es als Schalk Lodur-Lokis verstanden werden, dass er den Menschen nach dem Antlitz der Götter formte.
Eschenmann und Weltenesche
Nach der Belebung von Asc ok Emblo beginnt die VöluspĂĄ die nĂ€chste Strophe mit âAsc veit ec standa [âŠ]â âEsche weiĂ ich stehenâ, doch erst im zweiten Teil der Strophe wird klar, dass damit nicht der Mensch Ask, sondern ein Eschenbaum, nĂ€mlich der Weltenbaum Yggdrasil, gemeint ist:
âAsc veit ec standa, heitir Yggdrasil,
hĂĄr baðmr, ausinn hvĂtaauri;
ĂŸaðan koma dÇ«ggvar, ĂŸĂŠrs Ă dala falla,
stendr ĂŠ yfir, grĆnn, Urðar brunni.âcite-ref-59[59]
âEine Esche weiĂ ich stehen, sie heiĂt Yggdrasil,
ein hoher Baum, ĂŒberschĂŒttet mit glĂ€nzendem Nass;
von dort kommt der Tau, der in den TÀlern niederfÀllt,
sie steht immer grĂŒn ĂŒber dem Urdbrunnen [der Schicksalsquelle].âcite-ref-krause-4-4[4]
â VöluspĂĄ 19
Durch diesen dichterischen Kunstgriff werden der Mann namens Esche und die Esche namens Yggdrasil zu einer Einheit verbunden.cite-ref-60[60] Die drei Ebenen des Baums (Wurzeln, Stamm, Krone) entsprechen den drei Ebenen des Menschen (FĂŒĂe, Körper, Kopf). Mensch und Baum verbinden durch ihren Körperstamm Erde und Himmel. Der Weltenbaum jedoch verbindet noch die SphĂ€re der Erdgottheiten mit denen der Himmelsgottheiten. Da der Dichter Weltenbaum und Mensch vereint, drĂŒckt er dadurch aus, dass auch der Mensch in sich die beiden SphĂ€ren miteinander verbindet, auch wenn er selbst zu den Göttern nach oben strebt.cite-ref-61[61]
Vereinzelt wird auch gesagt, dass die Eschennatur von Ask und Yggdrasil ausdrĂŒcke, dass der Mensch ein echtes Kind des Weltenbaums sei, eine Frucht des universalen Spermas, das von der Esche Yggdrasil erzeugt werde.cite-ref-62[62] Der Apfel fĂ€llt nicht weit vom Stamm.
Alter der Ăberlieferung
Zum Kern des Ask-und-Embla-Mythos gehört sicherlich die archaische Vorstellung, dass der Mensch vom Baum abstammt.cite-ref-63[63] Die Aufteilung der BelebungsvorgĂ€nge in drei Schritte setzt keine sonderlich hohe Zivilisationsstufe voraus, wie der Vergleich mit anderen ursprĂŒnglichen Kulturen zeigt.cite-ref-jv322-30-6[30] Vergleichsweise jung dagegen muss aber die Vorstellung sein, dass der Mensch eine Schöpfung der Götter ist. Nach einer konkurrierenden und besser bezeugten Ăberlieferung war der Mensch kein Geschöpf der Götter, sondern ihr Kind. Die Forschung sieht darin die Ă€ltere Vorstellung, weil sie auch mehrfach in germanischen Abstammungsmythen bezeugt ist.cite-ref-sim-24-1-2[1]
Siehe auch
Literatur
In der Reihenfolge des Erscheinungsjahrs.
âą Sophus Bugge: Helge-digtene i den Aeldre Edda. In der englischen Ăbersetzung: The Home of the Eddic Poems, London 1896 (1899), S. XXVIII.
âą Hans Sperber: Embla. In: BeitrĂ€ge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur 36 (34). 1910. S. 219â222
âą Franz Rolf Schröder: Germanische Schöpfungsmythen I-II. In: Germ.-Roman. Monatsschrift 19. 1931. S. 1â26, 81â99.
âą Jan de Vries: Altgermanische Religionsgeschichte, Band 2: Religion der Nordgermanen. Verlag Walter de Gruyter & Co., Berlin â Leipzig 1937.
âą Sigurdur JĂłhannesson Nordal: VöluspĂĄ. 2. Auflage (1952). Ăbersetzung von Ommo Wilts, Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 1980, ISBN 978-3-534-04430-6
âą Gro Steinsland: Antropogonimyten i VÇ«luspĂĄ. En tekst- og tradisjonskritisk anlyse. In: Arkiv för nordisk filologi 98. 1983, S. 80â107.
âą Gro Steinsland: Ask og Embla â fri fantasi eller gammel tradisjon? Om et mulig imago dei-motiv i VÇ«luspĂĄs skapelsesmyte. In: Sagnaheimur (Studies in Honour of Hermann PĂĄlsson on his 80th birthday, 26. May 2001). Wien 2001, S. 247â262.
âą Rudolf Simek: Religion und Mythologie der Germanen. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2003, ISBN 3-534-16910-7.
âą Anders HultgĂ„rd: Schöpfungsmythen. In: Heinrich Beck, Dieter Geuenich, Heiko Steuer (Hrsg.): Reallexikon der germanischen Altertumskunde â Bd. 27. 2. Auflage. Verlag Walter de Gruyter, Berlin â New York 2004, ISBN 978-3-110-18116-6.
⹠Anders HultgÄrd: The Askr and Embla myth in a comparative perspective. In: A. Andren, K. Jennbert, C. Raudvere: Old Norse Religion in Long Term Perspectives: Origins, Changes and Interactions, an International Conference in Lund, Sweden, June 3-7, 2004. Nordic Academic Press, 2006, ISBN 978-9-18911-681-8.
âą Henning Kure: Hanging on the world tree. Man and cosmos in Old Norse mythic poetry. In: A. Andren, K. Jennbert, C. Raudvere: Old Norse Religion in Long Term Perspectives: Origins, Changes and Interactions, an International Conference in Lund, Sweden, June 3-7, 2004. Nordic Academic Press, 2006, ISBN 978-9-18911-681-8.
âą Rudolf Simek: Lexikon der germanischen Mythologie (= Kröners Taschenausgabe. Band 368). 3., völlig ĂŒberarbeitete Auflage. Kröner, Stuttgart 2006, ISBN 3-520-36803-X.
Einzelnachweise
cite-note-sim-24-11. â Simek 2006, S. 24.
cite-note-hult-254-22. â HultgĂ„rd 2004, S. 254.
cite-note-33. â Lieder-Edda: VöluspĂĄ, 17â18. Textausgabe nach Titus Projekt, URL: http://titus.uni-frankfurt.de/texte/etcs/germ/anord/edda/edda.htm, aufgerufen am 4. Dezember 2009.
cite-note-krause-44. â Ăbersetzung nach Arnulf Krause: Die Götter- und Heldenlieder der Ălteren Edda. Philipp Reclam jun. Verlag, Stuttgart 2004, ISBN 978-3-15050-047-7.
cite-note-55. â HultgĂ„rd 2006, S. 56 + Steinsland 1983, S. 88, weisen darauf hin, dass damit aber auch einfach nur der Erdboden gemeint sein kann.
cite-note-66. â Lieder-Edda: VafĂŸrĂșðnismĂĄl 20 f.; Lieder-Edda: GrĂmnismĂĄl 40
cite-note-hult-253-88. HultgÄrd 2004, S. 253
cite-note-99. â Vergleiche Heinrich Beck: Leib- und Leibespflege. In: Heinrich Beck, Dieter Geuenich, Heiko Steuer (Hrsg.): Reallexikon der germanischen Altertumskunde â Bd. 18. 2. Auflage. Verlag Walter de Gruyter, Berlin â New York 2001, ISBN 978-3-11016-950-8, S. 226 f.
cite-note-1010. â Als Geist ĂŒbersetzt zum Beispiel: HultgĂ„rd 2004, S. 253
cite-note-1111. â GĂŒnther Drosdowski (Hrsg.): Duden â Etymologie â Herkunftswörterbuch der deutschen Sprache. 2. Auflage. Dudenverlag, Mannheim â Wien â ZĂŒrich 1989, ISBN 978-3-411-20907-1, S. 226, Stichwort: Geist
cite-note-1212. â So ĂŒbersetzt zum Beispiel Simek 2006, S. 29.
cite-note-1313. â Liste der Vertreter bei HultgĂ„rd 2004, S. 253. Das erinnert an die biblische Aussage, dass Gott den Menschen nach seinem Ebenbild schuf.
cite-note-prosa-9-1414. â Prosa-Edda: Gylfaginning 9. Textausgabe nach CyberSamurai Encyclopedia of Norse Mythology, URL: Archivlink (Memento vom 28. Januar 2011 im Internet Archive), aufgerufen am 4. Dezember 2009.
cite-note-arnulf-krause-1997-1515. â Ăbersetzung nach Arnulf Krause: Die Edda des Snorri Sturluson. Philipp Reclam jun. Verlag, Stuttgart 1997, ISBN 978-3-15-000782-2
cite-note-1616. â Lieder-Edda: HĂĄvamĂĄl 49. Textausgabe nach Titus Projekt, URL: http://titus.uni-frankfurt.de/texte/etcs/germ/anord/edda/edda.htm, aufgerufen am 23. Dezember 2009.
cite-note-1717. â Prosa-Edda: Gylfaginning 6
cite-note-1818. â Stith Thompson: Motif-index of folk-literature : a classification of narrative elements in folktales, ballads, myths, fables, mediaeval romances, exempla, fabliaux, jest-books, and local legends. Indiana University Press, 1955â1958. Dort die Nr. âA1251: Creation of man from tree.â
cite-note-1919. â Heinrich Marzell: Baum. In: Hanns BĂ€chtold-StĂ€ubli, Eduard Hoffmann-Krayer, u. a. [Hrsg.]: Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens. Band 1. Verlag Walter de Gruyter, Berlin - Leipzig 1927 (Nachdruck 1987), Sp. 955.
cite-note-2020. â Bernhard Kummer: Geburtsbaum. In: Hanns BĂ€chtold-StĂ€ubli, Eduard Hoffmann-Krayer, u. a. [Hrsg.]: Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens. Band 3. Verlag Walter de Gruyter, Berlin - Leipzig 1931 (Nachdruck 1986), Sp. 421.
cite-note-2121. â Karl Helm: Altgermanische Religionsgeschichte. Band 1. Heidelberg 1913, S. 157 ff.
cite-note-2222. â Jacob Grimm: Deutsche Mythologie, 3 BĂ€nde. 1875â1878. Neuauflage: Marix, Wiesbaden 2007, ISBN 978-3-86539-143-8, S. 1062 [alt Band 3, S. 162] â Wolfgang Golther: Handbuch der germanischen Mythologie. Leipzig 1875, neu aufgelegt Marix Verlag, 2004, S. 628
cite-note-2323. â Wolfgang Golther: Handbuch der germanischen Mythologie. Leipzig 1875, neu aufgelegt Marix Verlag, 2004, S. 629 â A. Chr. Bang: VöluspĂĄ und die Sibyllinischen Orakel. Ăbersetzung von Jos. Cal. Poestion. Wien 1880
cite-note-2424. â Vergleiche Simek 2006, S. 29
cite-note-2525. â Vergleiche Simek 2006, S. 24
cite-note-2626. â Oder Maschja und Maschjanag, Mescia und Mesciane, Matro und Matrojao, Mahle und Mahliyane
cite-note-2727. â Sarkhosh Curtis: Persische Mythen. Ăbersetzung aus dem Englischen von Michael MĂŒller. Philipp Reclam jun., Stuttgart 1994, ISBN 3-15-010399-1, S. 32 f. unter Verweis auf Bundahischn XV, 1-9.
cite-note-2828. â HultgĂ„rd 2006, S. 60
cite-note-2929. â Simek 2006, S. 29 drĂŒckt das so aus: ânicht [âŠ] eine eher junge Mythographeâ
cite-note-jv322-3030. â Jan de Vries: Altgermanische Religionsgeschichte, Band 2; 1937, § 322
cite-note-3131. â Jacob Grimm: Deutsche Mythologie. 3 BĂ€nde. Marix Verlag, Wiesbaden 2007, Neudruck der 4. Auflage Berlin 1875-78, ISBN 978-3-86539-143-8, S. 436 (Bd. 1, S. 474 im Altdruck) â Paul Herrmann: Deutsche Mythologie. 8. Auflage, Aufbau Verlag Berlin 2007 (gekĂŒrzte Fassung der Erstauflage des Verlags Wilhelm Engelmann, Leipzig 1898), ISBN 978-3-7466-8015-6, S. 366
cite-note-3333. â Hesiod, Werke und Tage, 145. Originaltext und Gebhard Ăbersetzung Online. AngefĂŒhrt von de Vries 1937 § 322 âŠ
cite-note-3434. â Hesiod, Theogonie, 563.
cite-note-3535. â Karl KerĂ©nyi: Die Mythologie der Griechen. 11. Auflage. dtv-Verlag, 1988, Bd. 1, S. 165; 179.
cite-note-3636. â Bernhard Maier: Die Religion der Germanen â Götter, Mythen, Weltbild. Verlag Beck, MĂŒnchen 2003, ISBN 978-3-406-50280-4, S. 64.
cite-note-3737. â Vergleiche Bernhard Maier: Die Religion der Germanen â Götter, Mythen, Weltbild. Verlag Beck, MĂŒnchen 2003, ISBN 978-3-406-50280-4, S. 64.
cite-note-3838. â Sophus Bugge: Helge-digtene i den Aeldre Edda. In der englischen Ăbersetzung: The Home of the Eddic Poems, 1896, S. XXVIII.
cite-note-3939. â Die ersten drei Glieder nach Simek 2006, S. 90.
cite-note-4040. â Hans Sperber: Embla. In: BeitrĂ€ge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur 34 (1910). S. 219â222
cite-note-4141. â Vergleiche Simek 2006, S. 90 â de Vries 1937 § 322.
cite-note-4242. â Simek 2006, S. 90
cite-note-hult-59-4343. â HultgĂ„rd 2006, S. 59 f.
cite-note-golther-628-4444. â Wolfgang Golther: Handbuch der germanischen Mythologie. Leipzig 1875, neu aufgelegt Marix Verlag, 2004, S. 628
cite-note-4545. â Adolfo Zavaroni: Mead and Aqua Vitae: Functions of MĂmir, Oðinn, Viðofnir and Svipdagr. In: Amsterdamer BeitrĂ€ge zur Ă€lteren Germanistik, Band 61. Editions Rodopi BV, 2006, ISBN 978-9-04201-859-4, S. 74 aus *emla, von germanisch *emno-, *ebno- âeben, gleichâ
cite-note-4646. â HultgĂ„rd 2006, S. 58: Nordal, Gro Steinsland, Clunie Ross.
cite-note-4747. â HultgĂ„rd 2004, S. 254. Gro Steinsland: Antropogonimyten i VÇ«luspĂĄ. En tekst- og tradisjonskritisk anlyse. In: Arkiv för nordisk filologi 98 (1983), S. 80â107.
cite-note-4848. â Lieder-Edda: VöluspĂĄ, 10. Textausgabe nach Titus Projekt, URL: http://titus.uni-frankfurt.de/texte/etcs/germ/anord/edda/edda.htm, aufgerufen am 16. Januar 2010.
cite-note-4949. â Nach HultgĂ„rd 2006, S. 58 sind das Steinsland 1983+2001, Dronke 1997, Johannsson 2000
cite-note-5050. â HultgĂ„rd 2004, S. 254: Gro Steinsland: Ask og Embla â fri fantasi eller gammel tradisjon? Om et mulig imago dei-motiv i VÇ«luspĂĄs skapelsesmyte. In: Sagnaheimur (Studies in Honour of Hermann PĂĄlsson on his 80th birthday, 26. May 2001). Wien 2001, S. 247â262.
cite-note-5151. â Lieder-Edda: VöluspĂĄ, 20. Textausgabe nach Titus Projekt, URL: http://titus.uni-frankfurt.de/texte/etcs/germ/anord/edda/edda.htm, aufgerufen am 4. Dezember 2009.
cite-note-5252. â HultgĂ„rd 2006, S. 58
cite-note-5353. â Jan de Vries: Altgermanische Religionsgeschichte, Band 2, 1937, § 316. Eugen Mogk: Grundriss der germanischen Philologie. Band 1, S. 235. Sigurður JĂłhannesson Nordal: VöluspĂ , S. 120.
cite-note-5454. â Simek 2006, S. 199, 246
cite-note-5555. â Heinrich Beck: HĆnir. In: Heinrich Beck, Dieter Geuenich, Heiko Steuer (Hrsg.): Reallexikon der germanischen Altertumskunde â Bd. 15. 2. Auflage. Verlag Walter de Gruyter, Berlin â New York 2000, ISBN 978-3-11016-649-1, S. 54 f.
cite-note-5656. â Argumente bei Simek 2006, S. 246, mit dem Hinweis, dass zuletzt Franz Rolf Schröder diese Gleichsetzung vertrat.
cite-note-5757. â Zum Beispiel Simek 2006, S. 246
cite-note-5858. â Siehe Darstellung des Forschungsstandes bei Anders HultgĂ„rd: Loki. In: Reallexikon der germanischen Altertumskunde. Bd. 18. 2001. S. 591, 593
cite-note-5959. â Lieder-Edda: VöluspĂĄ, 19. Textausgabe nach Titus Projekt, URL: http://titus.uni-frankfurt.de/texte/etcs/germ/anord/edda/edda.htm, aufgerufen am 4. Dezember 2009.
cite-note-6060. â Kure 2006, S. 70 Online
cite-note-6161. â Kure 2006, S. 71 Online
cite-note-6262. â Adolfo Zavaroni: Mead and Aqua Vitae: Functions of MĂmir, Oðinn, Viðofnir and Svipdagr. In: Amsterdamer BeitrĂ€ge zur Ă€lteren Germanistik, Band 61. Editions Rodopi BV, 2006, ISBN 978-9-04201-859-4, S. 74
cite-note-6363. â Vergleiche HultgĂ„rd 2004, S. 254